Mahashivaratri – ein Festival für alle Sinne

Schau die Bilder an und lies vom Erlebnis einer Pilgerin, die am diesjährigen Mahashivaratri teilnahm. Om Namah Shivaya!

Dieses Jahr war ich das erste Mal bei Mahashivaratri in Somaskanda. Ich hatte immer wieder gehört, dass es ein tolles Fest und eine besondere Gelegenheit ist, sich zu verbinden durch Musik und Hingabe, dass dieses Fest alle Sinne berührt.

Schon die Anreise war ein Erlebnis. In den Bergen lag hoher Schnee und der Bus fuhr nur zu einer bestimmten Zeit. Die Alternative wäre gewesen, sechs Stunden hoch zu laufen.

Wir sind gegen 8 Uhr in Deutschland losgefahren und haben unterwegs noch eine Freundin mitgenommen. Mit einigen Pausen waren wir dann um 17 Uhr an der Busstation in Fideris. Die Stimmung war sehr schön. Einige Personen haben sich wieder getroffen andere waren das erste Mal da.

Der Bus sollte uns zur Station Höhi fahren, von dort aus sind es noch ca. 20 Minuten zu laufen. Die Auffahrt, das Schaukeln des Busses, kichern, Musik und Getuschel waren eine schöne Einstimmung auf das was kommen sollte.

Wir Klosterbesucher wurden alle bei Höhi rausgelassen, jeder musste sein Gepäck und die Spenden für den Tempel, wie Lebensmittel, nach oben durch den tiefen Schnee tragen. Es war wichtig, achtsam zu laufen, da man immer wieder einsinken konnte im tiefen Schnee. Ab und zu hörte man lautes Lachen, wenn jemand im Schnee einsank und sich erschreckte. Man musste achtsam sein mit jedem Schritt, was mich aufweckte im Moment zu sein. Das war schon ein Erlebnis für sich.

Zwischendurch sind wir immer wieder stehen geblieben, um die wunderschöne Landschaft einatmen zu können. Es ist unbeschreiblich dort oben. Die Berge, der blaue Himmel, die schneebedeckte Landschaft und die Stille. Diese Eindrücke haben mich tief berührt.

Oben angekommen war schon viel los. Vorbereitungen wie Blumen schneiden, mitgebrauchtes auf Tellern herrichten, damit es im Tempel gesegnet werden konnte, leises Geplauder und Wiedersehensfreude.

Der Ablauf wurde uns erklärt und um 21 Uhr sollte es dann losgehen. In der Zeit von 21 Uhr bis 7 Uhr sollten Bhajans gesungen werden und gleichzeitig über die Zeit verteilt 5 Mahabishekams stattfinden. Zwischendurch sollte es eine Pause geben in der immer ein paar Leute sich aufwärmen und stärken konnten während im Tempel weitergesungen und gefeiert wurde.

Ich war gespannt ob ich durchhalten würde die ganze Nacht wach zu bleiben. Ich war sehr freudig und gespannt auf das was kommt.

Um 21 Uhr ging es dann los. Die Waschungen der Statuen, der Gesang – alles war einfach ein grosses Fest für die Sinne. So viele Blumen, die wunderschönen Melodien, die Gerüche, die konzentrierten Zeremonien von Mönch und Nonne haben mich wie in einen Bann gezogen.

Es war wunderschön, unbeschreiblich. Aus meiner Sicht einfach für jeden zu empfehlen der sich auf ein besonderes Ereignis einlassen möchte.

Ich habe die Nacht durchgehalten. Es gab Momente in den ich sehr müde war aber die Müdigkeit kam und ging, das war sehr schön zu beobachten. All der Aufwand zu kommen hat sich sehr gelohnt. Mein Herz konnte sich weit öffnen und ich habe mich tief verbunden und erfüllt gefühlt.

Die ganze Nacht wirkt noch tief in mir nach und ich bin sehr dankbar, dass ich an diesem wunderbaren Ereignis teilnehmen durfte.

Satsang & Videos

Dieser Beitrag ist auch verfügbar in: Englisch

2021-03-30T16:41:22+02:0017. März 2021|

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